NL Logo
 
 
Start StartInhalt InhaltKontakt KontaktGästebuch GästebuchNL-Forum NL-ForumNL-Shop NL-Shop
 

Home
Start ...
Kurzinfos A-Z
kurz & bündig ...
FAQs
A - K ...
L - Z ...
Haltung
Wohlfühlgarantie ...
Ernährung
essen und trinken ...
Verhalten
warum, wieso ...
krank ?
erkennen, helfen ...
Farbschläge
grau, gelb, weiß ...
Brut und Zucht
der Storch kommt ...
Clicker-Training
"klick & schleck" ...
Blumenerde, Hydrokultur, Seramis etc. schädlich für Nymphensittiche?

Ist Blumenerde, Seramis, Hydrokultur, Vogelerde und Co. schädlich für Nymphensittiche? Dieser Frage ist Yiska einmal nachgegangen.

Copyright: Phantomine

Blumenerde enthält in unterschiedlichen Mengen mineralischen Dünger.
Wie der Name schon sagt, besteht der Dünger aus Mineralien, die natürlichen Ursprungs sind. Es sind meistens Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium. Die Erde wird gedüngt, um den Pflanzen die für das Wachstum wichtigen Nährstoffe zu bieten. Unsere Geier nehmen diese Stoffe ebenfalls über andere Lebensmittel auf, manche von Euch bieten diese Nährstoffe sogar extra an, da wir wissen, dass auch Nymphies sie zum Überleben benötigen.
Stickstoff, Magnesium und Kalium werden bei einer Überversorgung ohne Folgen aus dem Körper ausgeschieden. Anders ist das bei Phosphat: Dieser Stoff geht eine enge Verbindung mit Calcium ein, sie beide sind für die Bildung der Knochen wichtig. Wenn eine Überversorgung an Phosphat besteht, kann dies im Körper die Aufnahme von Calcium verringern, über längere Zeit wird also der Knochen geschädigt. (Calcium ist sehr wichtig für den Knochenbau der Vögel, besonders Hennen brauchen Calcium zum bilden ihrer Eier.)

Allerdings ist dieses Faktum sogar noch wissenschaftlich nicht richtig abgesichert.
Vögel müssten die Blumenerde schon in vollen Zügen täglich geniessen, um die genannte Wirkung zu erzielen.

Selbst in der eigentlich unbehandelten Vogelerde von z.B. Dehner sind also diese Mineralien in niedriger Konzentration enthalten, da sie einfach von Haus aus in Erde drin sind.

Auch Kokoserde (z.B. Block aus Kokosfasern) ist vorgedüngt und enthält die gleichen Stoffe, die nun aber nach meinen Forschungen in diesen Mengen nicht sehr gefährlich sind.
Ihr könnt also ebenso unbedenklich normale handelsübliche Blumenerde zur Aussaat benutzen.
Achtet eventuell nur darauf, dass ihr im Vergleich die niedrigste Konzentration von Dünger nehmt, da können die Werte schon schwanken. Wie schon erwähnt ist es auch eine Lösung, die Aufnahme der Erde zu verringern, indem man eine Lage Vogelsand drüber streut, das hilft ebenfalls.

Auch die als so harmlos genannten Seramis-Kügelchen enthalten mineralischen Dünger in niedriger Dosis, sind also ebenso angereichert wie Erde, das ist aber, wie gesagt, nicht schlimm.


Es gibt allerdings eine Gefährlichkeit an Erde, die ich nun rausbekommen habe und die ihr ja nach vielen, oft missglückten Versuchen, auch schon entdeckt habt: Das ist der Schimmel.
Er ist auch zumeist schon in unsichtbarer Form vorhanden und ist der Grund, weshalb Blumenerde als gefährlich angesehen werden kann. Oft sind dies Schimmelpilze wie Aspergillus, die ja die berüchtigte Aspergillose bei Vögeln hervorrufen kann.
Somit ist es wohl ratsam, die Erde mit einer Schicht ungefährlichen Materials (was auch immer) anzubieten (egal, welche Erde!), oder auf peinliche Sauberkeit zu achten.

Hydrokultur ist ein System, indem die einzelnen Bestandteile aufeinander abgestimmt sind.
Das System besteht aus Pflanze, Wasserstandsanzeiger, Nährstoffversorgung, Kulturtopf, Blähton und Gefäß.
Interessant ist hier wohl nur der Blähton, welches die Kügelchen sind. Blähton heißen die in speziellem Verfahren durch heiße Gase bei über 1.000 Grad Celsius aufgeblähten Tonkügelchen. Dieses Produktionsverfahren erfordert einen relativ hohen Einsatz an Primärenergie. Blähton wird als Leichtzuschlagstoff für die Herstellung wärmedämmender Steine verwendet und ist für Schüttungen geeignet, wiederverwendbar und problemlos deponierbar.
Wie man sieht, wird es auch oft im Bau verwendet, ist aber für Pflanzen ebenso geeignet.
Das Problem hierbei ist aber nun, dass der Blähton an sich kaum Nährstoffe hat, und auch nicht aufnehmen kann.
Somit müssen die Pflanzen von außen mit einer Nährstofflösung versorgt werden, welches das System der Hydrokultur eigentlich ausmacht. Das heißt nun, dass das Granulat aus Ton besteht und an sich nicht schädlich ist, da er nur als Wasserspeicher dient. Das Wasser, mit dem gegossen wird, ist das eigentliche Problem, da es Dünger in konzentrierter Form enthalten sollte.

Anzuchterde ist speziell für die Aufzucht von Samereien geeignet und meist nur sehr schwach gedüngt.
Anzuchterde ist nährstoffarm, keimfrei und wasserdurchlässig. Normale Blumenerde enthält sehr viel Düngesalz. Samen können darin verfaulen oder trotzdem gekeimte Pflänzchen gehen ein, weil die Düngesalze ihre feinen Wurzeln auslaugen.Erfahrungsgemäss ist Anzuchterde auch nicht so schimmelgefährdet und eignet sich besonders gut um Wildkräuter oder auch Küchenkräuter anzupflanzen. Natürlich auch um andere Samen auszupflanzen.

Es gibt auch spezielle, nicht ganz billige Vogelerde. Die besteht meist aus natürlichen Rohstoffen und ist frei von chemischen Zusätzen, schadstofffrei und kompostierbar. Oft ist auch Grit und Mineralien beigemischt. Da es sich hier um ein biologisches Produkt handelt ist auch hier die Gefahr von Keimbildung, Krankheitserregern sowie Schimmel da. Bereits beim Kauf sollte visuell genauestens darauf geachtet werden, dass keine sichtbaren Schimmelspuren enthalten sind (Problem der fachgerechten Lagerung !!)
 
< Zurück   Weiter >
Suchfunktion
rund um das NL
sonst noch was ...
Oldies
fit, fitter, Nymphit ...
Hören & Sehen
guck doch mal ...
Büchertipps
für Leseratten ...
Kommunikation
ich, Du, WIR ...
Spaß & Spiel
nymphiesverrückt ...
Service
Homepage zu Favoriten
Seite zu Favoriten
Als Startseite