NL Logo
 
 
Start StartInhalt InhaltKontakt KontaktGästebuch GästebuchNL-Forum NL-ForumNL-Shop (geschlossen) NL-Shop (geschlossen)
 

Home
Start ...
Kurzinfos A-Z
kurz & bündig ...
FAQs
A - K ...
L - Z ...
Haltung
Wohlfühlgarantie ...
Ernährung
essen und trinken ...
Verhalten
warum, wieso ...
krank ?
erkennen, helfen ...
Farbschläge
grau, gelb, weiß ...
Brut und Zucht
der Storch kommt ...
Clicker-Training
"klick & schleck" ...
Kot als Indikator

Copyright: Phantomine

Links zu weiteren externe Seiten:
Der Vogelkot als Indikator verschiedener Erkrankungen
Niereninfektionen

 

Artikel der American Cockatiel Society (ACS)
Copyright-Hinweise:
Der folgende Beitrag stammt im Original "POOP-OLOGY" von David J. Kersting, D.V.M. und wurde auf den Seiten der ACS veröffentlicht. Alle Rechte liegen bei David J. Kersting und der ACS.

Mit freundlicher Genehmigung von Keith Jennings (ehem. Präsident der ACS) und Debbie Maneke, der jetzigen Präsidentin der American Cockatiel Society (ACS), Herausgeberin und Webmasterin der ACS-Seiten, hat das NL die persönliche Erlaubnis erhalten, dass wir den Text übersetzen und auf die Seiten des NL stellen dürfen. Übersetzt wurde der Text von Trisha. Die in kursiver Schrift dargestellten medizinischen Erklärungen wurden dem Roche-Lexikon von gesundheit.de entnommen.

Das Copyright für die deutsche Version liegt allein beim Nymphensittichlexikon (NL) - kopieren, verlinken der einzelnen Seite und/oder die Verwendung (auch auszugsweise) auf nicht zum NL gehörenden Seiten ist nicht gestattet.

Das Wissen um die Beschaffenheit des gesunden Kots
kann das Leben Ihres Vogels retten!

Es ist wahr, dass wenn ein Vogel krank wird, sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechtern kann. Aber es entspricht kaum der Wahrheit, dass ein kranker Vogel plötzlich und ohne Anzeichen von Krankheitssymptomen stirbt. Die Symptome sind da, wir müssen nur lernen, sie zu erkennen!

Veränderungen im Kot können ein sehr frühes Anzeichen dafür sein, dass der Vogel krank ist. Wenn man weiß, wie normaler Kot aussieht kann auch der Laie Veränderungen in Farbe, Konsistenz, Geruch und Menge erkennen. Man legt Papier auf den Boden des Käfigs, so dass der Kot flach und sauber auf das Papier fallen kann. Ein frühzeitiges Erkennen von Veränderungen im Kot kann das Leben eines Vogels retten!
Wenn man Hobelspäne als Einstreu benutzt und deshalb möglicherweise die Veränderungen des Kots in Farbe und Konsistenz nicht rechtzeitig erkennen kann, kann es sein, dass man das Leben seines Vogels verwirkt hat. Es ist falsch, Hobelspäne als Einstreu zu verwenden, damit es schön aussieht und man den Käfig nicht so oft säubern muss, wenn es den Untersuchungen des Kots auf Zeichen von gesundheitlichen Problemen entgegenwirkt.

Es gibt 3 Komponenten des abgesetzten Kots:

Urin besteht aus

  • kristallisiertem Urin, den sogenannten Harnsalzen (weißes kalkiges Material) (die von der Niere mit dem Harn ausgeschiedenen Salze, die beim Stehenlassen des Urins in Abhängigkeit vom Harn-pH u. vom Gehalt an Harnkolloiden ausfallen. Sie sind im Harnsediment mikroskopisch, sonst anhand ihrer Löslichkeit in Säuren, Alkalien, organischen Lösungsmitteln u. beim Erwärmen differenzierbar)
  • und nicht-kristallisiertem Urin (klares Wasser) (die von den Nieren abgesonderte, organische u. anorganische Bestandteile enthaltende Körperflüssigkeit (Tab.), mit deren Hilfe die Ausscheidung harnpflichtiger Stoffe erfolgt u. deren Bildung einen wesentlichen Faktor der Regulation des Wasser-Eletkrolyt-Haushaltes u. des Säure - Basen - Gleichgewichts darstellt. Ein disperses System, das durch Harnkolloide stabilisiert ist).

Manchmal sind die beiden Urinanteile vermischt und bilden einen wolkigen weißen Urin. Wichtige Veränderungen beinhalten Veränderungen der Farbe und Menge.

Grüne oder gelbe Harnsalze: Leberschaden, Anorexie
Braune oder schokoladenfarbige Harnsalze: Bleivergiftung
Roter Urin / Harnsalze: Innere Blutungen
Verstärkter Harnsalzanteil: Dehydration
Verstärkter Wasseranteil: Krankheit, wasserhaltiges Futter gefressen, eine Menge getrunken

  • Der dritte Teil des Kotes besteht aus dem Kot an sich, der aus dem Dickdarm kommt und aus verdautem Futter besteht. Die Farbe variiert, je nachdem was gefressen wurde.
    Rote Pellets und Erdbeeren verursachen einen rötlichen Kot (nicht auf Urin bezogen!). Saatgut und grünes Gemüse bewirkt einen grünen Kot (nicht auf Urin bezogen!). Blau- und Schwarzbeeren verursachen schwarzen Kot. Der Kotanteil sollte fest und röhrenförmig wie ein Wurm sein. Der Kot kann, muss aber nicht, wie aufgewickelt aussehen und es ist auch in Ordnung, wenn er in Stücke geteilt ist.

Durchfall heißt nicht, dass ein außerordentlicher Anteil von Urin da ist, sondern es ist der Kotanteil, der nicht seiner röhrenförmigen Konsistenz entspricht. Stattdessen zeigt er die Konsistenz von Pudding.

Man sollte auch immer nach Blut im Kot schauen!
Ist der Kot frisch aber schwarz, und es wurden vorher keine Blaubeeren gefüttert, so ist das ein Zeichen für den sog. "Blut- oder Teerstuhl" (Stuhl mit sichtbaren oder nur mikroskopisch oder chemisch nachweisbaren ("okkultes" Blut) Blutbeimengungen; z.B. bei blutenden Geschwüren oder Krebs des Darmtraktes, Hämorrhoiden, Verschlußikterus Die Beimengung ist schwärzlich bei Blutung aus den oberen Darmabschnitten, rötlich (evtl. nur als Auflagerung) bei Blutung aus unteren bis untersten Darmabschnitten) . Blutstuhl ist schwarzer Kot, verursacht durch Blutungen im oberen Verdauungssystem. Wenn das Blut durch die unteren Verdauungssysteme wandert, wird es verdaut und das rote Blut ändert die Farbe zu schwarz und färbt den Kot somit schwarz.
Wenn man diesen schwarzen Kot auf dem Boden des Vogelkäfigs entdeckt, der auf innere Blutungen hinweisen könnte, sollte man sofort den Tierarzt aufsuchen. Wartet man ab, bis der Vogel schwach ist, nichts mehr isst und sich aufplustert, dann entsteht ein Wettlauf gegen die Zeit, um das Leben des Vogels zu retten!

Eine abweichende Farbe des Kots, die nicht mit der aufgenommenen Nahrung in Verbindung gebracht werden kann, sollte grundsätzlich immer von einem Tierarzt untersucht werden.

Auch nicht vergessen werden sollte die Kontrolle auf Würmer wie z.B.

  • Bandwürmer (eine Klasse ubiquitär verbreiteter parasitärer Bandwürmer [Plathelminthes]; sie bestehen aus einem Kopf (Skolex) u. einer als Strobila bezeichneten Kette von einer Länge bis 15 m. Ihr Kopf ist mit Haftorganen (Bothrium, Bothridium, Acetabulum), jede Proglottide mit vollständigem (hermaphroditem) Geschlechtsapparat ausgestattet. Befallen bei günstigen Bedingungen den Menschen u. Tiere (Wirtswechsel, als Mensch-Tier- bzw. Tier-Mensch-Übertragung vorkommend). Entwicklung: Das in der Proglottide entstehende Ei wird zur Embryophore (beschaltes Ei), die die Oncosphaera als Larve enthält, aus der sich im Zwischenwirt die Finne entwickelt; aus der Finne geht im Endwirt der geschlechtsreife Wurm hervor; bei manchen Arten erfolgt die Embryonalentwicklung im Wasser; auch kann der Zwischenwirt fehlen (Taenia solium, Hymenolepis) oder zweifach auftreten (Diphyllobothrium). - Der Befall des Menschen ("Cestodiasis") erfolgt entweder als Darminfektion mit Taenia saginata, T. solium, Diphyllobothrium, Hymenolepis nana u. diminuta, Diphylidium caninum oder aber als parenterale Infektion mit Cysticercus cellulosae, Coenurus, Echinococcus granulosus u. multilocularis, Sparganum)
  • oder Spulwürmer (cremefarben, etwa 4 mm dick u. 20-40 bzw. (männl.) 15-25 cm lang; das Weibchen mit eingerolltem Hinterende. Die vom Weibchen in den Darm abgelegten Wurmeier gelangen aus dem Freien mit infizierter Nahrung in den Dünndarm, wo die inzwischen herangereiften Larven schlüpfen u. durch die Darmwand in die Blutgefäße eindringen; sie wandern dann ("Migrationsphase") durch die Blutbahn in die Lunge u. weiter durch die Luftröhre zurück in den Darm, in dem sie zum geschlechtsreifen Wurm heranwachsen u. als Darmparasit fortleben ("Ansitzphase").


Kontrollieren Sie täglich den Kot Ihres Vogels, um mögliche Abweichungen von einer normalen Beschaffenheit zu erkennen.

Bemerkt man eine Änderung sollte man herausfinden, auf welchen Teil des Kots sie zutrifft. Lassen die Lebensumstände (wie Nahrung, Stress, Aufregung, Baden etc.) des Vogels nicht auf die vorhandene Veränderung im Kot schließen, dann bitte sofort handeln und den Tierarzt aufsuchen.

 
< Zurück   Weiter >
Suchfunktion
rund um das NL
sonst noch was ...
Oldies
fit, fitter, Nymphit ...
Hören & Sehen
guck doch mal ...
Büchertipps
für Leseratten ...
Kommunikation
ich, Du, WIR ...
Spaß & Spiel
nymphiesverrückt ...
Service
Homepage zu Favoriten
Seite zu Favoriten
Als Startseite