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Kann man die Stimmungen der Nymphensittiche an ihren Hauben erkennen? Ja, man kann es sogar sehr gut!
Was sollen die Haubenstellungen uns zeigen? Lies einfach unten nach und guck Dir die Fotos an!
Nymphensittichbesitzern wird die Vielzahl der Ausdrücksmöglichkeiten der Hauben ihrer Lieblinge schon aufgefallen sein. Und die meisten können sie auch deuten. Nymphensittich-Anfänger und Neulinge sind sich meist nicht so sicher, was ihre Nymphies da alles so andeuten wollen.
Das NL-Team hat mal in seinen Archiven gekramt und versucht die vielen Gestiken, 'Haubenstellungen' und deren Bedeutungen aufzuzeigen, damit Du Deinen Nymphensittich besser verstehst und seine Stimmung, seine Bedürfnisse, aber auch Ängste zu deuten lernst.
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Zum "Warmwerden" eine kleine Video-Sequenz unserer DJ, die erst völlig relaxed ihr "Bad in den Händen" genießt (Federn des Häubchens sind ganz nach hinten gelegt, sie ist vollkommen entspannt) und dann (durch einen herunterfallenden Wassertropfen aus dem rechts daneben situierten Badewannen-Wasserhahn) erschrickt. Wie ein Bogen gespannt richtet sie sich auf, alle ihre Musekln sind angespannt um sofort durchstarten zu können, ebenso ist das Häubchen ganz steil nach oben gerichtet, das Gefieder liegt eng an und sie behält die "Gefahr" fluchtbereit im Auge ...
Ein sehr gutes Beispiel für höchste "Alarmbereitschaft"
zum Laden des Videos auf das Bild rechts klicken (.wmv.File, ca. 400 kb)
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"Ich fühl mich wohl!"
Fühlt sich ein Nymphensittich wohl, ist die Haube gerade aufgestellt und zeigt ein bisschen nach hinten. Die Federn sind locker und buschig. Der Kopf, vor allem die Wangenfedern, und der Körper sind dabei auch immer etwas bis viel aufgeplustert. Er wird danach wahrscheinlich schlafen oder knuspern.

"Ich bin neugierig"
Hat ein Nymphensittich irgendwas gesehen, das ihn interessiert und das er beobachtet, dann ist die Haube nach oben und etwas nach hinten gerichtet. Jedoch sind die Haubenfedern eher glatter und nicht so bushig. Die Kopf- und Körperfedern sind zwar angelegt, aber noch 'locker' und nicht angespannt.


"Ich habe Angst!"
Hat ein Nymphensittich sich erschrocken oder vor etwas Angst, dann steht die Haube meist senkrecht nach oben und zeigt - je nach Haube - sogar nach vorne. Die restlichen Federn des Kopfes und des Körpers sind ganz angelegt, die Körperhaltung nach vorne / aufrecht gereckt und der Nymphie macht sich schmal. Der Körper ist angespannt. Die Augen sind dabei auch etwas grösser. Hektisches Umblicken dabei ist ein weiteres Verhalten bei Angst. Meist fliegt der Nymphie danach weg, oder fängt an zu schreien um z. B. die anderen vor Gefahr zu warnen.

"Ich bin genervt!"
Fühlen sich Nymphensittiche genervt - sei es von einem anderen Nymphensittich oder vom Menschen - legen sie meist die Haube nach hinten. Die Augen werden auch etwas schmaler dabei. Unterstützend 'knüttern' und 'motzen' sie meist auch dazu.

"Hau ab! Verschwinde!" - Drohen
Fühlen sich Nymphies wirklich gestört, sei es weil ein anderer Nymphie vorbei möchte oder sich der böse Finger nähert, dann wird die Haube ganz eng zusammen und straff nach hinten gelegt. Die Kopffedern sowie die Körperfedern sind ebenfalls ganz glatt angelegt. Der Schnabel wird drohend aufgerissen. Auf dem 3. Bild sieht man Fried, wie er zwar noch droht, aber schon dem Gegner ausweicht, wohingegen die anderen drohen und sich unnachgiebig vorbeugen.


Man sieht wie die Nymphensittiche den 'Gegner' anpeilen. Die Augen sind auf das Objekt vor ihm gerichtet. Auch kann man gut den Unterschied zwischen 'Angreifer' und 'Ausweicher' sehen. Oftmals auch mit kräftigem Fauchen und Flügelaufstellen ("Groß machen") begleitet.
Da Nymphensittich Schwarmtiere sind, ist der Schwarmzusammenhalt für sie lebensnotwendig. Deshalb werden Rangeleien zwischen den sehr friedfertigen Nymphensittichen zwar imposant und bedrohlich aussehen, aber in der Regel nie ein anderer Nymphie dadurch zu Schaden kommen.
Verteidigt ein Nymphensittich jedoch sein Gelege, so steigt sein Angriffspotential um ein Vielfaches! Instinktiv werden andere Nymphies das brütende Paar meiden und weichen. Auch der Mensch tut gut daran, "das Heiligste" der Nymphensittiche, nämlich ihr Gelege, zu respektieren und sich nur vorsichtig und nur wenn notwendig diesem zu nähern: manch einer wurde schon kräftig und auch blutig gebissen!
"So balzt ein Nymphensittichhahn"
Das Balzen der Hähne sieht optisch auf den 1. Blick aus wie das Drohen. Die Haubenfedern sind eng am Kopf gelegt und nach hinten gerichtet Die Kopf- und Körperfedern sind ebenfalls angelegt. Der Körper ist gestreckt. Leicht heben sich die Flügel vom Körper ab. Meist nähert er sich tänzelnd der Angebeteten, um der Henne seine schönste, beste, umfangreichste und lauteste Balzgesang ins Ohr zu schreien.
Neben diesem Haubenspiel samt der leicht abgestellten Flügel werden in der nächsten Stufe der Balz dann die Flügel sehr weit abgespreizt (sieht von hinten wie ein Herz oder wie ein V aus), der Körper gestreckt mit angelegten Federn und der Kopf / Körper geht hoch und runter. Ein spechtartiges Klopfen vor den Füssen der Henne oder irgendwo anders rundet die Balz ab.


"Ich bin beschäftigt"
Sind Nymphensittiche gerade dabei etwas auseinander zu nehmen, oder knabbern sie an ihren Spielsachen, oder naschen sie Leckerchen ist die Haube meist etwas zurückgelegt, wie bei der Balz oder beim Drohen. Die Federn um den Schnabel sind auch etwas zurückgelegt - so das der Schnabel sehr gut sichtbar ist (wahrscheinlich damit die Federn nicht beschmutzt werden). Man erkennt auf jeden Fall, dass der Nymphensittich gerade etwas tut und sich darauf konzentriert.


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