Wenn ja, dann solltest Du, sofern Du nicht im Besitz einer Zuchtgenehmigung oder Ausnahmegenehmgung bist (die in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist!) die Eier gegen künstliche Eier austauschen. Alternativ kann man die Eier auch abkochen.
"Aber einmal Küken haben, das wäre doch ganz nett?"
Dann solltest Du Dir unbedingt über die Punkte hier Gedanken machen ...
Wenn nein, weil z.B. die Henne keinen männlichen Partnervogel hat und auch im ganzen Schwarm kein Hahn vorhanden ist und es somit absolut sichergestellt ist, dass die Eier unmöglich befruchtet sein können, ist es nicht notwendig die Eier auszutauschen.
Ich weiß es nicht ..., dann würden wir Dir ebenfalls dringend an's Herz legen, die Eier auszutauschen!
Bis ein Gelege vollständig ist, können durchaus 2 Wochen vergehen. In dieser Zeit brütet die Henne noch nicht fest, d.h. sie verlässt ihr Gelege zwischendurch. Sind alle Eier gelegt, wird sie das Gelege außer zum Fressen und Koten, nicht mehr verlassen. Hat die Henne einen Partner, wechseln sich die Nymphensitticheltern normalerweise ca. im 12-Stunden-Rhythmus ab.
Für die Henne ist eine umfassende Mineral- und Kalkversorgung während der Eiablage und in der Brutphase enorm wichtig, da das Eierlegen sehr anstrengend und Kräfte zehrend ist. Stehen ihr nicht in ausreichendem Maße die benötigten Mineralien zur Versorgung, kann dies für die Henne durch Unterversorgung mitunter sogar sehr gefährlich werden.
Auch die Konsistenz des Kotes verändert sich, da Nymphensittiche allen Kot während der Stunden des Brütens sammeln und ihn dann erst abgeben. Sie beschmutzen niemals ihr Nest. Dieser Sammelkot ist um einiges flüssiger und geruchsintensiver als normaler Kot. Auch die Menge ist enorm und manch einer wundert sich, dass in den kleinen Körperchen so viel Kot angesammelt werden kann!
Die Eier werden nun ca. 21 Tage hingebungsvoll bebrütet und das Gelege auch entsprechend verteidigt. Gegen jeden und alles! Manch einer hat sich schon sehr gewundert, dass auf einmal aus seinem lieben Nymphensittich eine aggressive, beißende (bis das Blut tropft) kleine Furie geworden ist. Aber auch das ist normal und spätestens wenn das Brutgeschäft erledigt ist, wird der Nymphy wieder so sein wie vorher.
Ca. 21 bis 25 Tage, nachdem die Henne fest mit dem Brüten begonnen hat (erkennbar daran, dass sie und ihr männlicher Partnervogel andauernd auf den Eiern sitzt) wird das Interesse an den Eiern normalerweise nachlassen. Es kann binnen Stunden sein, dass die ehemals so sehr verteidigten Eier überhaupt nicht mehr interessant sind. Für uns heisst das: das Brutgeschäft ist erledigt und die Eier können ersatzlos entfernt werden.
Hennen oder Paaren, die zu diesem Zeitpunkt immer noch brüten, sollten die Eier gelassen werden, aber sie sollten dann doch nach spätestens einer weiteren Woche, selbst wenn keine erkennbare Verhaltensänderung aufgetreten ist, entfernt werden.
Anschliessend ist es sinnvoll, den Käfig neu zu gestalten und den Nymphensittichen viel Abwechslung zu bieten.
Oft ist zu beobachten, dass die Nymphensittichhenne (auch der Hahn) anschließend fressen wie die Irren. Auch das ist normal, denn Brüten ist anstengend und meist reduziert sich die Futteraufnahme in dieser Zeit auf das Notwendigste.
Unsere Diva-Jezzy, deren Normalgewicht als Standard-Nymphensittich normalerweise zwischen 128 und 138 g liegt, hatte nach ihren letzten Brutzyklen jeweils "nur noch" um die 113 Gramm - prozentual gesehen hatte sie also immens an Gewicht verloren!