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Home - Brut und Zucht
Copyright: Phantomine

 

Überlegungen zum Nachwuchs:

Natürlich reizt der Gedanke, kleine Nymphensittichküken in der eigenen Wohnung und als Babies der eigenen Lieblinge aufwachsen zu sehen,
und auch den Satz "ach, nur das eine Mal" sowie "die bleiben bei mir" oder "ich weiß schon, wohin damit ..." kennen wir zur Genüge

ABER ....

  • wer denkt daran, dass bei der Aufzucht auch etwas schief gehen könnte?
  • was passiert, wenn die Altvögel ihre Küken nicht oder nur unzureichend füttern?
  • was passiert, wenn die Küken von den Eltern blutig gerupft werden?
  • was passiert, wenn sich die Eltern überhaupt nicht um die Kleinen kümmern?

Dann ist guter Rat teuer, denn die kleinen Würmchen sind auf uns angewiesen.
Es bedarf einer speziellen Nahrung und einer Rund-um-die-Uhr-Fütterung, damit die Küken auch nur ansatzweise eine Überlebenschance haben. Und selbst dann kann noch so unendlich viel schief gehen...

Und weitere Überlegungen sind anzustellen ...

  • Wohin kann ich die Kleinen abgeben? 
    Diese Frage stellt sich leider nach unseren Erfahrungen meist erst dann, wenn aus den kleinen Küken große Nymphensittiche geworden sind und man feststellt, dass ...
    Sie sollte aber ganz am Anfang gestellt werden!
    Denn wilde Nymphensittiche z.B. ziehen im Jahr 2 - 3 Bruten groß mit im Schnitt 4 Jungvögeln. Nun bedenke, dass auch aus den Küken Erwachsene werden (dauert ca. 1 Jahr) und rechne mal hoch, wieviele Nymphies sich bald in Deinem Heim tummeln?
    Nur wenige von uns Haltern haben die Möglichkeit den Nachwuchs zu behalten und die Tierheime sind voll ...
  • Und was machst Du, wenn die Küken alle ein Geschlecht haben, oder die Mehrzahl davon?
    Wärst Du bereit und auch in der Lage (räumlich, finanziell), noch weitere Nymphensittiche dazuzuholen, um der harmonischen Paarbildung eine Chance zu geben?
  • Hast Du an die Verantwortung gedacht, die Du übernimmst mit dem neuen Leben für ein langes Leben? 
  • Hast Du die Kosten berücksichtigt?
    Nicht nur die für eine größere Voliere oder einen größeren Käfig oder die für Futter, Einstreu etc, sondern auch die, wenn ein Piepser krank wird und der Tierarzt aufgesucht werden muss? Das geht schnell an oder in die Hundert Euro!
  • und zu guter Letzt nochmals der Hinweis: In Deutschland ist das Ausbrüten lassen von Nymphensitticheiern ohne Zucht- oder Ausnahmegenehmigung nicht erlaubt und eine Beringung Pflicht!

Deshalb unser gutgemeinter Rat: das Ausbrütenlassen von Eiern sollte wirklich wohl überlegt sein und die Aufzucht von Nymphensittichküken sollte unbedingt nur in der Obhut oder "Reichweite" von erfahrenen Nymphensittichzüchtern erfolgen!

 
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