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 Federn "zum Fressen gern haben"? Das Thema Rupfer und rupfen, Federn auszupfen, Federn abknabbern ... ist in der Erscheinungsform genauso vielfältig wie in der Ursachenforschung schwierig: manche Nymphensittiche verstümmeln sich, manche andere Nymphensittiche , manche ihren Nachwuchs und manche sich UND andere Nymphensittiche. 
| Link zu einem Artikel "Federrupfer" unter dem Menüpunkt "krank?" > "im Krankheitsfall" > "Krankheitssymptome" |
In der langen Zeit unserer Tätigkeit in unserem NL-Forum konnten wir noch weitere Erfahrungswerte und Ursachen sammeln: Rupfen kann organische Ursachen haben, wie z.B.
- Milben
- Hautpilz
- Ekzem
- Federbalgzysten PBFD (Psittacine Beak and Feather Disease, Viruserkrankung)
- Polyoma
- Leberschaden
- Nierenschaden
- Stoffwechselstörungen
- Immunschwäche
oder aber auch psychische Ursachen wie z.B. - Einsamkeit (vor allem bei Einzelhaltungen)
- Brutlust
- Sexualtrieb
- falscher Partner
- gestört durch andere Nymphies
- zu wenig Bewegung
- zu kleiner Käfig
- zu wenig Freiflug
- andere Tiere
- Langeweile
- Angst
- rapide Veränderung
Auch Nikotin bzw. die durch Rauchen freigesetzten Inhaltsstoffe können mit eine Ursache für das Rupfen sein! Bei "großen" Kakadus und Papageien gibt es bereits gesicherte Beobachtungen, dass Vögel, die permanentem oder regelmäßig wiederkehrendem Tabakrauch ausgesetzt sind, mit dem Rupfen angefangen haben. Die freigesetzten und in die Luft abgegebenen Inhaltsstoffe wie Teer, Nikotin etc. lagern sich auf dem Gefieder ab, was der Vogel als vermeintlichen "Schmutz" dort entfernen möchte (was aber nicht oder nur sehr schwer geht) und reisst sich die Feder aus. Damit beginnt dann der Kreislauf ...
Als erstes sollte durch einen vogelkundigen Tierarzt abgeklärt werden, ob Parasiten, Hautkrankheiten, Erkrankungen innerer Organe, Mangelerscheinungen (fehlende Vitamine, Mineralien ...)
ausgeschlossen werden können. Wenn die tierärztliche Untersuchung keine Anhaltspunkte für das Feder-Rupfen oder Feder-Fressen ergeben hat, so ist davon auszugehen, dass es in der Tat eine Verhaltensstörung ist. Die Gründe für dieses Verhalten herauszufinden, ist ungeheuer schwer, aber zweifelsohne ist dieses Verhalten nicht "normal" und auch nicht einfach erklärbar. Inwieweit Nymphensittiche, die früher (z.B. als Küken) selbst gerupft wurden, das später dann ebenfalls tun, ist noch nicht bis in's Detail erforscht, aber es gibt einige Anhaltspunkte und Erfahrungswerte dazu, dass dem so ist bzw. durchaus so sein kann!
Inwieweit man Nymphensittiche innerhalb der ersten Monate nach Beginn des Rupfens davon wieder nachhaltig abbringen kann, ist ebenfalls noch nicht nachgewiesen, aber auch da gibt es Anhaltspunkte und Erfahrungswerte, dass man wenn dann innerhalb der ersten 6 Monate den größten Erfolg erzielt.
Inwieweit Nymphensittiche durch das Spielen mit eigenen, herausgefallenen Federn und z. B. das Herumkauen darauf irgendwann so Gefallen daran gefunden haben (das Gefühl? die Betätigung? der Geschmack?), dass sie es immer wieder oder immer mehr machen müssen, ist ebenfalls nicht definitiv geklärt, aber auch dafür sind Ansätze zu erkennen. Wir raten deshalb aus reiner Vorbeugung, grundsätzlich möglichst umgehend die Federn zu entfernen, sollte man derartige Verhaltensweisen bemerken!
Die einfachste Erklärung ist noch zu finden, wenn Altvögel ihren Nachwuchs rupfen: meist handelt es sich dabei um den Fall, dass das Paar ein neuerliches Gelege haben möchte und so versucht, die Jungen "loszuwerden". Die Reduzierung von Eifutter oder überhaupt triebanregendem Futter hat sich dabei genauso bewährt wie ggf. die Trennung der Jungvögel von den Altvögeln und deren gesonderte Aufzucht (sofern es altermäßig handzuhaben ist). Das Rupfen der Altvögel kann bei Küken dauerhafte Schäden hinterlassen, wenn die Federanlagen so nachhaltig beschädigt wurden, dass keine Federn mehr nachwachsen können. Die Selbstverstümmelung genauso wie das Rupfen des Partners (oftmals beim kraulen) sind lt. Wissen der australischen Züchter und auch unseren Erkenntnissen aus der Forumsarbeit "Signale der Nymphensittich-Seele" dahingehend, dass "etwas nicht stimmt". Herauszufinden, was es ist, stellt den Halter jedoch vor größere Probleme: es kann bei purer "Langeweile" anfangen, über fehlende Bewegung, Platzmangel, Stress, Dominanz anderer Schwarmmitglieder, Außenseiterrolle im Schwarm, Fehlprägung, Einsamkeit bis zum "zu sehr geliebten" / oder auch "ungeliebten" Partnervogel oder irgendwelche Veränderungen im Umfeld
reichen. Tipps: Logischerweise kann es bei der großen Vielfältigkeit der Ursachen auch keine Allheilmittel geben. Mittel aus dem Zoofachhandel, wie z.B. Sprays, Puder oder Futterzusätze sind möglicherweise geeignet, vorübergehend das Rupfen zu mindern, aber nicht um dauerhaft die Ursachen zu beseitigen. Öfter gehofen haben allgemein jedoch sowohl die Bachblütentherapie als auch die Farb(licht)therapie (mehr dazu weiter unten) - die aber vom Nymphensittichhalter verlangen, sich genauer und detaillierter mit der Psyche seines Nymphensittichs zu beschäftigen, um eine optimale Wirkung zu erzielen, sowie folgende unterstützende Massnahmen:
- Merkl-Mineralstein (egal ob gross oder klein, der hält Jahre) *
- Jodpickstein *
- Biotin (zur Unterstützung der Mauser und Gefiederneubildung) *
- Sepiaschale
- SC 20 (ein homöopathisches Mittel bei starker Mauser oder bei Federrupfen) *
- Vitamin K1 *
* = diese Mittel sind im NL-Shop erhältlich
Bachblüten-Therapie Es gibt im herkömmlichen Sinne keine Bachblüten gegen das Rupfen, aber/ sondern es gibt Bachblüten, die dazu beitragen, dass der Auslöser für das Rupfen reduziert wird. Mehr dazu findest Du unter dem Menüpunkt "krank?">> Bachblütentherapie. Die dazu benötigten Grundessenzen sind unter dem Begriff "Blütenmittel" als komplettes Set im NL-Shop erhältlich. Farb(licht)therapie Farben wirken sich positiv auf das Nymphiegemüt aus. Zwar gibt es auch da keine Farbe gegen Rupfen, aber es wird das Wohlbefinden unterstützt und evtl. psychische Probleme (Angst, Depression etc.) gelindert. Ein komplettes Farbtherapie-Set ist ebenfalls im NL-Shop erhältlich. Mehr Infos zur Farbtherapie selbst sind unter dem Menüpunkt "krank?" >> Farbtherapie zu finden. Besonders die Farbe blau hat sich als geeignet erwiesen und bei einigen Usern unseres Forums konnte dem Rupfen damit Einhalt geboten werden. Wichtig ist hier ebenfalls, dass sich diese Therapie über Wochen erstrecken wird und auch nicht von heute auf morgen, sondern "ausschleichend" beendet werden muss. Beispiel: tägl. abends für max. 30 Minuten im abgedunkelten Raum den Nymphensittich mit der Farbe blau bestrahlen (darauf achten, dass er dem Licht ausweichen kann!! Oftmals dauert es, bis er sich wirklich in den Farblichtkreis setzt!)), Dauer ca. 3 Wochen bzw. solange, bis merkbare Reduzierung des Rupfens eintritt, dann Bestrahlung nur noch jeden 2. Tag und peu à peu auch die Zeitdauer jeder Bestrahlung reduzieren.
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