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Aspergillose (Aspergillose niger, Schwarz-Schimmelpilz)... - ein Bericht von Tina: Mein Nymphenmädchen "Mucki" war damals knapp ein Jahr alt, als mir auffiel, daß sie immer ruhiger wurde und auch keine große Lust mehr am Fliegen hatte. Die erste Zeit habe ich es auf ein allgemeines Unwohlsein zurückgeführt, dassich bestimmt wieder gibt. Sie fraß normal und war "gut dabei". Irgendwann habe ich dann beschlossen zum TA zu fahren und sie untersuchen zu lassen. Dieser ortsansässige TA gab die "übliche" Vitaminspritze. Es wurde aber nicht besser. Durch den Züchter, bei dem ich Mucki gekauft hatte, hatte ich erfahren, daß es das Institut für Geflügelkrankheiten der Uniklinik in Giessen gab, mit dem er persönlich schon gute Erfahrungen gemacht hatte. Also habe ich eines Tages Mucki ins Auto gepackt und wir haben die knapp 1 1/2 h lange Autobahnstrecke auf uns genommen. Dort angekommen, wurde Mucki "von Hand" untersucht. Es wurde festgestellt, daß sie sehr dick sei und anschließend geröntgt. Dabei sahen die Ärzte auf dem Bild, daß Mucki eine Fettleber hätte und durch Verfettung schlecht Luft bekäm. Die Luftsäcke auf dem Röntgenbild waren weiß! Man sagte mir aber, daß wären Fettablagerungen. OK, ich als Laie habe es so akzeptiert. Man gab mir einen Diätplan mit, welche Speisen bei Fettleber zu reichen wären. Daran hielt ich mich. Mucki ging es aber schlechter. Also, bin ich nach einigen Tagen nochmals nach Giessen gefahren. Dort wurde sie nochmals untersucht und eine andere Ärztin sah sich die Röntgenbilder an. Ebenfalls wurden Kropfabstriche genommen und Pilzkulturen angesetzt. Sie bekam ein Pilzmittel verabreicht und wir fuhren nach Hause. Nach wenigen Tagen bekam ich die Info, daß es sich um Schimmelpilzsporen handeln würde und Mucki komplett voll wäre!!! Was für ein Schock!! Alle Fachbücher sagten, daß kaum Hoffnung bestünde!! Es handelte sich auch noch um Schwarzschimmel. Das Schlimmste, was man bekommen kann... Wieder wenige Tage später fuhren wir nach Giessen. Mucki ging es sehr schlecht! Sie bekam schlecht Luft. Sie wurde dort stationär aufgenommen und mußte mehrfach am Tag inhalieren. Es war so ein Schock, mit dem leeren Käfig nach Hause zu müssen und Mucki dort zu lassen! Mehrfach am Tag habe ich in der Klinik angerufen! Man sagte mir, daß es Mucki relativ gut ginge und sie immer mit dem Schnabel knirschen würde *freu*. Sie wäre aber wohl sehr einsam ohne mich und ich sollte sie doch vor dem anstehenden Feiertag mit anschließendem Wochenende wieder zu mir holen! Man sagte mir, ich solle einen Kaltvernebler (Inhalationsgerät) in der Apotheke kaufen, damit Mucki zweimal pro Tag inhallieren könne. Dieses habe ich natürlich sofort getan und habe Mucki abgeholt. Sie wurde mit "Imaverol" behandelt. Diese etwas zähe Masse wurde mir in einer aufgezogenen Spritze (ohne Nadel!) überreicht und ich mußte 1 ml Imaverol auf 100 ml Wasser auflösen. Dieses sollte über 14 Tage gemacht werden. Die Mischung wurde in den Kaltvernebler gegeben. Mucki saß im abgedeckten Käfig und das Inhallationsgerät verteilte den Nebel im Käfig. Das ganze dauerte jeweils ca. 20 Minuten. Ich saß neben dem Käfig und habe mit ihr gesprochen. Sie hatte keine Angst, denn an das Geräusch des Gerätes hat sie sich schnell gewöhnt. Wir mußten diese Prozedur insgesamt zweimal wiederholen, da die Pilze zurückkamen. Sie hatte einfach zu viele davon gehabt. Die Behandlung habe ich jeweils auf knapp 3 Wochen ausgedehnt, da ich wußte, wie widerstandsfähig Pilze sein können. Mucki hat die Behandlung ohne Schäden überstanden! Ein ganz großer Dank geht hiermit an das "Institut für Geflügelkrankheiten der Justus-Liebig-Universität in Giessen" und an die sehr, sehr lieben herzlichen und kompetenten Ärzte!!!
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