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Nicki von Sonja
Home - Oldies

Copyright: Phantomine
Nicki

( * 1976)

 

 

durch Sonja erzählt uns Nicki hier selbst:

"So, da bin ich also, gestatten: Nicki. Den Namen habe ich mir nicht ausgesucht, meine momentane Menschin aber auch nicht, ich habe ihn noch von den Leuten, bei denen ich früher war. An die kann ich mich aber kaum noch erinnern, das ist ja auch 20 Jahre her!
Ich weiß nur noch, daß ich wohl ein toller Feger war, der am Fenster eine gute Figur gemacht hat, denn auf einmal landete eine sehr elegante, weiße Nymphenlady bei mir und ich war im siebten Himmel. Das war eine schöne Zeit, wir haben geschmust und geturtelt und ich habe ihr alle Pfiffe beigebracht, die ich konnte. Und ich habe ihr auch verraten, wie ich die rostige Wasserpumpe imitiere.
Und wir haben ein Haus bezogen und alles richtig zurechtgenagt, für unsere Eier, aber das mit dem Ei wollte und wollte nicht klappen und dann haben meine Menschen sie ganz hastig aus dem Käfig geholt und sind mit ihr zum Tierarzt gefahren und sie kam nie mehr zu mir zurück.
Dass man so unglücklich sein kann! Ich wollte nicht mehr pfeifen und nicht mehr essen und immer habe ich zum Fenster hinausgesehen und gerufen, damit sie mich wieder findet ! Aber ich blieb allein.
Bis eines Tages meine Menschen mir einen Gefallen tun wollten und mir eine neue Gesellschaft besorgten. Sie fuhren in ein Tiergeschäft und fragten den Verkäufer nach einer Nymphensittichhenne und der Verkäufer griff in den Käfig und sagte, das ist ein Weibchen und meine Menschen kauften diesen sechs Wochen alten Schreihals und setzten ihn zu mir in den Käfig und dann war das ein Kerl!!!
Und was für ein Stress! Dauernd war er hinter mir her und wollte gefüttert werden, selbst als er schon erwachsen war, und genervt hat er und geprügelt hat er mich, aber meine Menschen fanden ihn süß, weil er so schön "Falkoooo" sagen konnte. Tja, als ich sieben Jahre alt war und Falko vier, da mußte unsere damalige Menschin in ein Studentenwohnheim ziehen und hat uns zu der anderen Menschin gebracht, bei der wir immer Urlaub gemacht haben.
Und ich bekam einen eigenen Käfig, damit ich von Falko nicht mehr so herumgejagt wurde. Nur wenn unsere neue Menschin daheim war und die Käfigtüren aufgingen, da sind wir zusammen unterwegs gewesen und haben die Welt erforscht und beknabbert. Eigentlich war er ja kein so schlechter Kerl, der Falko.
Als er siebzehn war, da wurde er sehr krank und ich ahnte, daß er genauso weggehen würde, wie meine große Liebe.
Und nun bin ich schon 27 Jahre alt und seit sechs Jahren alleine. Meine Menschin hat noch einmal ein kleines Nymphenmädchen zu mir gebracht, aber da habe ich mich energisch gewehrt! Nicht nochmal so einen hyperaktiven Teenie! Ich bin jetzt Rentner und will meine Ruhe!
Obwohl: Wenn im Winter meine grünen Kumpels aus dem Waldpark an die Futterplätze kommen, da lehne ich den Schnabel ans Fenster und frage mich, ob es nicht doch schön wäre... Und dann rücke ich ganz nahe an meine Menschin heran, damit sie nicht auch noch weggeht."

(Fotos zur Vergrößerung anklicken!)

 

Copyright: Sonja
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