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Die Ernährung des Nymphensittichs
Das tägliche Brot des Nymphies ist sein Körnerfutter, aber er muss auch täglich mehrmals trinken und er braucht zusätzlich Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Alles das, was sich Nymphensittiche in der Wildnis selbst suchen müssen und können, hat der Mensch ihnen in der Gefangenschaft bereit zu stellen. Was optimalerweise den Nymphensittichen füttern?
Körnerfutter:
Wie eingangs geschrieben, ist das tägliche Brot des Nymphensittichs sein Körnerfutter, das aus einer Mischung möglichst vielfältiger Saaten bestehen sollte. Körnerfutter sollte immer in ausreichendem Maße vorhanden sein. Infos zu FertigfutterKörnerfutter selbst mischen ist eine gute Alternative, kann man nicht auf ausgewogene Mischungen zurückgreifen. Wie eine solche Mischung aussehen kann, haben wir Euch unter dem Menüpunkt " Ernährung" bei " Futter selbst mischen" zusammengestellt. Erklärungen zu Saaten (mit Fotos) und deren Ernährungsmerkmale findet Ihr ebenfalls unter dem Menüpunkt " Ernährung" unter " Saaten". Grünfutter, das je nach Jahreszeit und Verfügbarkeit immer frisch gegeben werden sollte, liefert Vitamine und Mineralstoffe ( Obst, Beeren, Gemüse), für Beschäftigung und ebenfalls Mineralstoffe sowie teilweise Vitamine sorgen frische Äste, Gräser und Kräuter.
Zusatzfutter wie Quell-, Keim- und Kochfutter wird nur bei Bedarf und gelegentlich in Maßen gegeben. Leckerlies gehören ebenfalls als Belohnung ode einfach mal so zwischendurch zum Ernährungsplan der Nymphensittiche.
Wie optimalerweise die Nymphensittiche füttern?
Zum Thema Trinkwasser siehe unter "Getränke" In der Wildnis halten sich die Nymphensittiche zur Nahrungsaufnahme primär auf dem Boden auf und suchen dort über weite Strecken nach Samen und Saaten. Es läge also nichts näher, als in unserem häuslichen Umfeld ebenfalls eine Nahrungsaufnahme in dieser Art zu gestalten, indem das Futter großflächig auf dem Boden (Käfig, Voliere) verstreut wird. Dass dies aber wenig praktibel ist, leuchtet bereits bei der 1. Vorstellung ein: abgesehen von herabfallendem Kot und der daraus folgenden Verschmutzung des Futters würde es auch einen immens hohen Reinigungsaufwand täglich fordern! Deshalb wird das Wasser und Futter generell über Futternäpfe angeboten. Platzierung der Futternäpfe Während man einem Nymphensittich-Neuzugang die gefüllten Futternäpfe die ersten Tage bevorzugt "direkt vor die Nase hängt" können "alteingesessene" Nymphies je nach örtlichen Gegebenheiten und Möglichkeiten sowie Vorlieben versorgt werden, sei es durch normale Fütterung (Futternäpfe hängen seitlich) oder durch Bodenfütterung (Futternäpfe stehen auf dem Boden).
Materialien der Futternäpfe Als Futternäpfe eignen sich alle Materialien aus nicht rostenden Stahlvarianten, Keramik, Ton oder lebensmittelechtem Plastik. Sie sollten einfach und vor allem auch gründlich zu reinigen und "stabil" sein. Stabil dahingehend, dass sie der Nymphensittich weder annagen noch zerbeissen kann (bei Plastik) und sie auch nicht herunter- oder umgeworfen werden können oder ggf. gar zerbrechen (Keramik, Ton) Die Futternäpfe selbst sollten von der Größe her auf die o.g. instinktiven Verhaltensweisen der Nymphensittiche abgestimmt sein: flachen, niedrigen Gefäßen ist gegenüber hohen, tiefen der Vorzug zu eben, da die Nymphies nach unseren Beobachtungen bevorzugt "an der Oberfläche" fressen und weiter unten im Gefäß liegende Futterkörner nicht heraussuchen. Wieviel Nymphensittiche trinken und fressen, kann sehr unterschiedlich sein und es ist daher schwer, allgemein gültige Regeln aufzustellen. Insbesondere dann, wenn mehrere Nymphensittiche zusammenleben und unterschiedliche Freßverhalten gegeben sind (der eine frisst schneller, der andere langsamer, der eine frisst mehr, der andere weniger, der eine frisst früher, der andere später ...). Wir haben bei unseren Nymphies festgestellt, dass der sich in der Literatur zu findende Hinweis von einem Eßlöffel Körnerfutter pro Vogel pro Tag bei unseren vier Nymphies viel zu wenig wäre: wir füttern in etwa 2 x täglich (morgens und nachmittags/abends) in 6 Futternäpfen ca. 6 - 8 Esslöffel Körnerfutter, was ca. 1 -1,3 Eßlöffel pro Napf und damit ca. 1,5 - 2 EL Körnerfutter pro Vogel pro Tag ergibt. Es wird meist nicht alles komplett gefressen, aber so sind wir auf der sicheren Seite, dass keiner unserer Nymphensittiche bei widrigen Umständen hungern müsste. Tipps: täglich füttern, täglich Wasser- und Futterkontrolle, täglich kontrollieren, wieviel gefressen und getrunken wurde, tägliche Reinigung der Näpfe immer ein wenig mehr anbieten, als gefressen wurde Futternäpfe so aufhängen / aufstellen, dass sich darüber keine Sitzgelegenheiten befinden, damit das Futter nicht durch herabfallenden Kot verschmutzt wird. Pro Nymphensittich ein eigener Futternapf oder entsprechend großflächige (Durchmesser Grundfläche) Näpfe verwenden, an denen mehrere Nymphensittiche gleichzeitig unter Beachtung des individuellen "Abstandes" ungestört fressen können, damit es keinen Streit gibt. Futternäpfe nicht direkt neben Wassernäpfen platzieren, da in Wassernäpfen durchaus auch gerne mal gebadet wird und das herausspritzende Wasser das Futter durchfeuchten könnte. Feuchtes und nicht ausreichend belüftetes Futter birgt latent die Gefahr der Verkeimung und Verpilzung und stellt damit eine Gefahr für die Nymphensittiche dar. auf abwechslungsreiche Fütterung achten! Nicht verzagen, wenn die Nymphensittiche kein Obst oder Gemüse fressen wollen! Versucht mal das Ganze anders aufzubereiten: statt im Stück z.B. als dünnen Streifen oder Scheiben, oder durch voressen und laut dabei schmatzen (Nymphensittiche sind sehr neugierig ...) und vor allem sollte gelten, es immer wieder anbieten! z.B. hier: " und sie fressen sie doch, hier der Beweis"
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