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Eier legen

Eierlegen?
Copyright: Phantomine

noch mehr dazu unter Menüpunkt "Brut & Zucht "

Nymphies legen im Normalfall zwischen 2 und 6 Eier im Abstand von je 2 Tagen pro Ei, wobei hier auch N. bekannt sind, die 9 Eier legten. Ob und wann ein Weibchen Eier legt, ist unterschiedlich. Auch unverpaarte Weibchen legen Eier, die sie genauso hingebungsvoll bebrüten wie verpaarte Weibchen. Die Brutdauer beträgt ca. 18 - 21 Tage. Nymphy-Eier sind ca. 2 cm groß und weiß.

Sehr wichtig ist, dass die Eier im Normalfall auf keinen Fall ersatzlos weggenommen werden dürfen, sondern dem N. der normal Brutverlauf ermöglicht werden muss. Sollte ein verpaartes Weibchen Eier legen - und damit die Möglichkeit von befruchteten Eiern besteht - Nachwuchs aber nicht gewünscht sein, so ist es am besten, die Eier bald nach dem Legen gegen Kunststoffeier (Zoohandel) auszutauschen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass man die Eier ansticht, um die Kükenbildung zu verhindern.

Eine Ausnahme von der Regel, die Eier nicht ersatzlos zu entfernen kann sich ergeben, wenn sich die Henne zur Dauerbrüterin entwickelt. Siehe hierzu unter dem Menüpunkt "Brut & Zucht">>> Dauerbrüten.

Dass sich ein Weibchen mit Brutvorbereitungen beschäftigt, erkennst Du daran, dass es entweder häufig seinen Nistkasten aufsucht (sofern vorhanden) oder aber auch im Käfig oder an einer anderen, ihm geeignet erscheinenden Stelle ein "Eck" vorbereitet (scharren, häufiges Probesitzen) um dort zu brüten.
Bei manchen Weibchen ist die bald bevorstehende Eiablage am gewölbten Unterbauch erkennbar.

Während der Zeit der Eiablage ist eine besonders mineralhaltige Ernährung für die Produktion der Eier und damit für das Wohlbefinden des N. wichtig.

Noch ein Hinweis sei gegeben: kurz vor dem Legen oder während der Brutphase kann sich der Nymphy zu einer wahren Furie entwickeln! Vehement wird das Gelege verteidigt und sogar sehr zahme Nymphies können Dich während dieser Zeit blutig beissen, wenn Du ihnen zu nahe an ihr Gelege kommst.
Dass dies der Fall ist, siehst Du am Drohverhalten: meist eng auf den Boden geduckt wird das Rückengefieder bis zum Schwanz gesträubt, oft auch die Flügel ein wenig abgespreizt und der Schwanz aufgefächert. Fauchen und Hin- und Herwiegen des Körpers begleiten die Drohgebährde.

Copyright: NL
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Copyright: Jana
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befruchtetes Ei beim Durchleuchten
(Blutgefäße und Herz sind schon gut sichtbar)
befruchtete und unbefruchtete (siehe Pfeil) Eier ein paar Tage nach dem Brutbeginn: die befruchteten haben eine porzellanartige Farbe bekommen, die unbefruchteten erscheinen nach wie vor transparent

 

Dauerbrüten (Bericht von Steffi (ReiChan)) (mehr zum Thema Dauerbrüten ebenfalls dem Menüpunkt "Brut und Zucht ")

Normalerweise legen Hennen 4 - 6 Eier, die ca. 18 - 21 Tage lang bebrütet werden. Betreibt man "Geburtenkontrolle" duch den Austausch der eier (siehe oben) verlieren die Hennen meistens nach der normalen Brutdauer das Interesse. Spätestens um den 25. Tag herum sollten die Eier entfernt werden und der Platz, an dem gebrütet wurde, unzugänglich gemacht werden – z. B. die Spalte im Regal verbauen, den Boden der Voliere mit etwas interessanterem ausstatten, oder – falls ein Nistkasten zum Brüten angeboten wurde - diesen entfernen.
Es gibt jedoch Hennen, die geradezu einen Zwang verspüren, immer und wieder neue Gelege zu produzieren. Man spricht dann von Dauerbrütern oder Legezwang.
Als erstes sollte man eventuelle Ursachen erforschen!

Nymphensittiche legen normalerweise nur Gelege an, wenn sämtliche Umstände dafür passend sind. Dazu gehören die richtige Temperatur, die gesundheitliche Verfassung, ein reichhaltiges und besonders ernergiereiches Nahrungsangebot, sowie eine günstige Tageslänge. Legt eine Henne nun immer und immer wieder neue Eier, so sollte man zunächst die Lebensumstände überprüfen:
- Füttert man sehr fettreich (z. B. viel Kolbenhirse, Knabberstangen mit Honig, Sonnenblumenkerne), so sollte man das Futter umstellen auf „magerere Kost“, sprich Futter mit wenig fettreichen Sämereien, zumindest ohne Sonnenblumenkerne.
- Außerdem sollte man versuchen, die Tageslänge zu reduzieren und
- sämtliche Plätze, in denen die Henne eine geeignete Brutmöglichkeit sehen könnte, unzugänglich zu machen. Spalten und Ecken in Regalen und Möbeln sollten verbaut werden, und
- auf keinen Fall sollte man den Bruttrieb noch durch das Anbieten eines Nistkastens weiter fördern.

Wenn alles nichts mehr hilft und eine Henne immer wieder Anstalten macht neue Gelege zu beginnen, kann man auch versuchen ihr einfach die gelegten Eier wegzunehmen (was man im Normalfall nicht tun sollte). Dies wird allerdings auch viel diskutiert (siehe Beispiel dazu in unserem NL-Forum- Bereich "Verpaarung und Brutverhalten) und sollte erst versucht werden, wenn die üblichen Vorgehensweisen keinen Erfolg bringen.

Als letzte Möglichkeit bleibt der Gang zu einem vogelkundigen Tierarzt. Eine Hormonbehandlung sollte aber stets der letzte Ausweg sein und nur nach ausführlicher Rücksprache mit einem TA geschehen.

Zuletzt sei bemerkt dass in jedem Fall der brütenden Henne permanent Zugang zu Mineralien, Vitaminen und insbesondere Kalk zur Verfügung stehen sollte! Die Eierproduktion ist kräftezehrend und anstrengend. Kalk wird für die Bildung der Eierschale dringend benötigt.

 
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